Uncategorised
- Details
- Geschrieben von: admin
- Kategorie: Uncategorised
- Zugriffe: 165
Übersicht über die langfristigen Projekte:
- Indien: Projekte der Notre Dame Sisters, eines indischen katholischen Schwesternordens, werden seit 1983 unterstützt. Die Schwerpunkte bilden medizinische Hilfe, Kinder- und Frauenalphabetisierung, Hygieneschulung, Arbeit mit behinderten Kindern, Schulung von Bauern (ökologische Anbaumethoden), Schulen und interreligiöser Dialog. Die Projekte liegen in Nordindien (s. Indien, Gumla; Indien, Ranchi; Indien, Darjeeling).
- Tansania: In Tansania werden Projekte der Notre Dame Sisters auf dem Gebiet der Betreuung von Aids-Waisen, Frauenarbeit (Mikrokredite) und eine Schule im Massai-Gebiet gefördert (s. Tansania).
- Guatemala: In Guatemala unterstützen wir Schulen, vor allem eine Schule im Bergland (Cabricán), für die wir seit 1988 einen großen Teil der Lehrergehälter bezahlen (s. Cabricán).
- Peru: In Lima Gemeinschaftsküchen und Volksbäckereien, seit 2005 Fortbildungskurse für junge Erwachsene (s. ADEP).
- Bolivien: „Puriskiris“ Betreuung mittelloser Senioren (s. Bolivien).
- Ecuador: Von 2004 bis 2016 unterstützten wir mit wenigen Unterbrechungen und unterschiedlichen Summen in Quito, Ecuador, die Organisation FUNDESI, die sich die Integration von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben zur Aufgabe gemacht hat, was es damals in Ecuador noch nicht gab.
- Libanon: Unterstützung von Schulen für syrische Flüchtlinge in der Bekaa-Ebene.
8. Fairer Handel – FairTrade Deutschland e.V. Die Aktion Arme Welt gehörte zu den Mitgründern und war maßgeblich an der Entwicklung des FairTrade-Siegels sowie des Zertifizierungs- und Lizenzsystems beteiligt (s. FairTrade Deutschland).
9. DEAB e.V.: Förderung der kostenlosen Beratung von Weltläden
Mitgliedschaften:
- Germanwatch
- FairTrade Deutschland e.V.
- Details
- Geschrieben von: admin
- Kategorie: Uncategorised
- Zugriffe: 186
Empowerment von jungen Peruaner*innen für eine ethische, soziale und ökologische Demokratisierung
Peru feierte am 28. Juli 2021 200 Jahre Unabhängigkeit von der spanischen Herrschaft. Die politische Krise verschärfte sich im letzten Jahr zusehends und weckte vor allem in der jungen Generation, der sogenannten „200 Jahre Generation“, Widerstand, der in den Novemberprotesten 2020 seinen Höhepunkt fand. Auch in Peru steigen die Preise in Folge der Pandemie und des Kriegs in der Ukraine, die Löhne bleiben jedoch niedrig, die Armut wird dadurch noch größer. Korruption ist auf allen politischen Ebenen an der Tagesordnung.
Zudem werden nach zwei Jahren virtuellem Unterricht in diesem Schuljahr die großen Defizite in der Bildung deutlich.
Die Organisation ADEP (Audiovisuales del Perú) in Lima besteht seit 1990. Neben einem Aufnahmestudio für junge Musiker, in dem Musik insbesondere zu modernen christlichen und sozialpolitischen Themen produziert wird, bietet ADEP Weiterbildung für junge Peruaner und Peruanerinnen im ganzen Land an, vor allem für die ärmere Bevölkerung. Gefördert und ermutigt werden sollen junge Menschen, Leitungsaufgaben in Politik, Kirche und Gesellschaft zu übernehmen. Zwei Drittel der Teilnehmer sind Frauen, was für ein lateinamerikanisches Land von besonderer Bedeutung ist. Die meisten Teilnehmer sind zwischen 20 und 25.
ADEP arbeitet mit kirchlichen Organisationen zusammen, weil die Kirchen in Peru nach wie vor eine wichtige Rolle spielen. In ihnen finden die jungen Menschen Raum und Möglichkeiten, sich zu entfalten. Bei öffentlichen Aktionen für Gerechtigkeit und Frieden stellen kirchliche Gruppen und Gemeinden die Mehrzahl der Teilnehmer. Den Worten und Taten der Kirchen wird großer Respekt entgegengebracht und gleichzeitig wird von ihnen bekennendes Engagement erwartet. Dazu will ADEP beitragen.
In den letzten Jahren hat sich auch eine gute Zusammenarbeit mit Gruppen und Organisationen entwickelt, die von jungen Leuten selbst gegründet wurden, um Veränderungen zu bewirken. Sie konzentrieren sich auf sozialpolitische Themen oder bestimmte Regionen. Hauptsächlich geht es um Ökologie, Kinder- und Jugendarbeit. Diese Gruppen sind Multiplikatoren der Arbeit von ADEP.
Aktivitäten im Jahr 2022:
Schulung für Leitungskräfte im Freiwilligendienst – Oxapampa 2022
Die Schulung wurde mit drei verschiedenen Jugendorganisationen aus Oxapampa geplant und durchgeführt. Oxapampa liegt in der Region Pasco im zentralen Regenwald mit indigener Bevölkerung und wurde Ende des 19. Jahrhunderts von deutschösterreichischen Auswanderern besiedelt und kulturell geprägt. Die Vorbereitung und Planung der Schulung durch die drei Organisationen und Adep war bereits eine wertvolle interkulturelle Lernerfahrung.
Die Weiterbildung umfasste zunächst sechs virtuelle Module zu folgenden Themen:
• Führungskompetenzen und soziales Engagement
• Mein Sein im Freiwilligendienst („El voluntariado y Yo“)
• Geschlechtergerechtigkeit bei der Entscheidungsfindung
• Persönliche und soziale Identität und Affektivität
• Gebrauch und Nutzen von Informationstechnologien
• Nachhaltige Stadtentwicklung
Die Module wurden von jungen Leuten aus unterschiedlichen Gegenden Perus gestaltet. Ansätze, Inhalte und Methoden waren aufgrund der kulturellen Vielfalt Perus sehr unterschiedlich. Davon profitierten die Referent*innen. Positiv wirkte sich auch aus, dass die jungen Teilnehmenden von Gleichaltrigen geschult wurden. Jedes Modul endete mit der Ausarbeitung aussagekräftiger Ideen, die in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden. Dadurch wurden andere Menschen indirekt erreicht.
Auf die von den beteiligten Organisationen veröffentlichte Einladung meldeten sich 114 junge Menschen an. Davon nahmen 30 junge Menschen (10 Männer und 20 Frauen) aus 10 Jugendorganisationen in fünf Regionen Perus aktiv und regelmäßig teil. Leider zeigt sich immer wieder, dass die Organisationen ihre Mitglieder nicht ausreichend motivieren können, nach einer Anmeldung zu virtuellen Fortbildungen tatsächlich regelmäßig teilzunehmen.
Das Highlight der zweijährigen Fortbildung war das abschließende Treffen in Oxapampa. um das Gelernte anzuwenden und von den Erfahrungen und Kenntnissen der Menschen in der Region und ihrem Gebiet zu lernen. Das war eine Erfahrung, die von den Teilnehmenden sehr geschätzt wurde. Nach ihren eigenen Aussagen haben sie ihre Vorstellungen von Peru und seinen Kulturen erweitert und bereichert, ihre Kameradschaft gestärkt und waren von dem Wiedersehen begeistert, da es sich um junge Menschen aus verschiedenen Regionen handelte. Schon allein durch die Tatsache, weit weg von zu Hause und ihrer gewohnten Umgebung zu sein, haben sie sich selbst und ihre Beziehungen untereinander neu entdeckt. Teil der Aktivitäten während des Wochenendes war ein Workshop, der dazu diente, gemeinsam ein tragfähiges Fundament für die Freiwilligenarbeit zu schaffen und sich nun gegenseitig wirklich kennen zu lernen. Denn während der virtuellen Treffen mussten die Kameras meist wegen der schlechten Internet-Verbindungen ausgeschaltet bleiben.
Hier wenn möglich das Foto aus dem Bericht im Sommerrundbrief einfügen.
Generationenübergreifendes Gespräch
Über die Themen "Die Beteiligung der Jugend an der Entwicklung des Landes" und "Politik und Freiwilligenarbeit" sprachen jeweils zwei ältere und zwei jüngere Frauen und Männer von acht Organisationen aus fünf Regionen Perus. Die durch die Moderation Adeps entstandene angenehme Atmosphäre überbrückte die Distanz zwischen Erwachsenen und Jugendlichen und ermöglichte einen offenen Dialog. Aus den unterschiedlichen Sichtweisen wurden Wissen und Träume miteinander geteilt, die zu neuen Erkenntnissen und Ideen führte. Das Publikum konnte sich mit Fragen, eigenen Erfahrungen und/oder Kommentaren beteiligen und bereicherte so die Gespräche. Für Adep ist dies eine wertvolle Gelegenheit und ein Raum, unterschiedlichste (Lebens-) Erfahrungen und Wissen zusammenzubringen, und über die sozialen Medien einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Für Adep war dies auch eine Gelegenheit, eigene Ideen und Lernerfahrungen in die Reflektion mit einzubringen, um die sozialen Beziehungen insbesondere zwischen den Generationen zu stärken. Die Gespräche wurden knapp 7.000 Mal angesehen und geteilt, und es gab 217 Reaktionen (Kommentare, Likes). Die Zuschauer, zumeist Frauen, stammen aus 14 Regionen des Landes.
Interkultureller Austausch
Die beiden Themen dieser ebenfalls virtuellen Veranstaltungen waren: "Das Wesen, Tun und Engagement der Freiwilligen" und "Ermächtigte Leiter*innen mit staatsbürgerlicher Ethik" (“Líderes empoderados y articulados con ética ciudadana”) Als Redner*innen nahmen sechs junge Leute (vier Frauen, zwei Männer) und eine junge Moderatorin teil, die Leitungsfunktionen in sieben Organisationen haben, aus sechs verschiedenen Regionen Perus. Schon allein diese Vielfalt machte aus den Gesprächen einen regen Austausch, bei dem die jungen Leute ihre Organisation und Arbeit vorstellten und reflektierten. Die Gespräche ergaben, dass diese Menschen trotz aller Unterschiedlichkeit letztendlich Partner und Partnerinnen auf einem gemeinsamen Weg sind, sich gegenseitig unterstützen und im Austausch ihre Ziele und Aktionen neu bewerten. Das – virtuelle - Publikum reagierte positiv und wurde angeregt, den eigenen Platz in der Gesellschaft zu überdenken. Es ist immer wieder überraschend, wie viele junge Leute ihre Zeit und Energie einsetzen, um eine bessere Welt zu ermöglichen. Die Aufnahmen der Gespräche wurden mehr als 10.000 Mal angesehen und geteilt, und es gab 276 Reaktionen (Kommentare, Likes). Die Zuschauer, in der Mehrheit Frauen, stammen aus 11 Regionen des Landes. Mit diesen Foren und anderen Kommunikationsformen in sozialen Netzwerken fördert Adep Kontakte mit und unter Jugendorganisationen, die Synergien freisetzen und Wege des zivilgesellschaftlichen Engagements eröffnen.
Radio Adep online “Todo en común”
Themenschwerpunkt war dieses Jahr das Engagement junger Leute in der Freiwilligenarbeit und dessen Einfluss in der sozialen Umgebung. Zu den zehn Sendungen wurden sechs junge Frauen und fünf junge Männer aus zehn Organisationen eingeladen. Diese sind in acht Regionen Perus aktiv. Adep ist es wichtig, dass die jungen Leute in den Sendungen Sinn und Praxis der Freiwilligenarbeit reflektieren und diese als Chance erkennen, in ihrer persönlichen und sozialen Identität zu wachsen. Dadurch werden andere junge Leute angeregt, das Gleiche zu tun und zu erleben. Die eingeladenen jungen Frauen und Männer fühlten sich in ihrem Engagement bestärkt und kamen durch den Austausch auf neue Ideen. Die Sendungen wurden mehr als 18.600 mal angesehen und erhielten 308 Reaktionen (Kommentare, Likes). Für Adep ist dies ein Hoffnungszeichen, dass viele Menschen, vor allem Frauen aus 14 Regionen des Landes, sich informieren und weiterbilden, um so ihr soziales Engagement zu stärken.
ADEP wird von der Aktion Arme Welt seit 2005 unterstützt.
Bekämpfung der Kindersklaverei in Ghana’s Kakaoproduktion
Der ghanaische Volta-Stausee ist von enormer Bedeutung für die nationale Fischereiwirtschaft, die rund 253 Millionen Dollar jährlich einbringt. Die Menschenrechtsorganisation International Justice Mission (IJM) stellte im Jahr 2016 fest, dass ca. 57% der Kinder, die bei der Arbeit auf dem See beobachtet wurden, wahrscheinlich Opfer von Menschenhandel waren. Kinder ab dem Alter von 3 Jahren, Jungen und Mädchen, werden von Küstengemeinden in die Fischerei am Volta-Stausee verschleppt, um dort zu arbeiten.
Kinderhände müssen viel
arbeiten beim Fischfang im
Voltasee
Darüber hinaus arbeiten Kinder in Ghana und an der Elfenbeinküste auch in der Kakaoproduktion. Die großen Schokoladehersteller hatten bereits zur Jahrtausendwende versprochen, dass die Kinderarbeit aufhört, aber seither hat sich nicht viel geändert.
Manche Kinder arbeiten in ihrer Familie, weil der Vater sich keine Helfer leisten kann. Manche werden aber auch verschleppt oder verkauft – als Kindersklaven.
Die Menschenrechtsorganisation International Justice Mission setzt hier an: Seit mehr als 20 Jahren unterstützt sie Regierungen und arbeitet mit lokalen Behörden zusammen, um Gewaltopfer zu retten und ihnen neue Lebenswege aufzuzeigen und die Ausbeuter vor Gericht zu bringen. 2014 begann die IJM, in Ghana Kindersklaverei in der Fischerei am Voltasee zu bekämpfen. Seither baute sie Kontakte und gegenseitiges Vertrauen zur ghanaischen Polizei, Staatsanwalt und Justiz sowie den lokalen und regionalen Regierungen auf. Das Netzwerk umfasst auch lokale und internationale NGOs. Diese nutzt sie nun auch, um gegen Kindersklaverei in der Kakaoproduktion vorzugehen. Die Arbeit der IJM in Ghana und anderen Ländern hat gezeigt, dass Strafverfolgung der Täter eine wichtige Voraussetzung für die Beendigung der Ausbeutung ist.
Sie unterstützt die Polizei bei der Ermittlung in Fällen von aktivem Menschenhandel und dem Sammeln von Beweisen, die Staatsanwaltschaft juristisch bei den Anklagen und multidisziplinärem Fallmanagement: Sie hilft bei Rettungsaktionen und der Unterbringung und Behandlung der oft traumatisierten Kinder. Nach der Rettungsaktion mit Hilfe der Polizei unter Begleitung von Sozialarbeiterinnen werden sie in eine sichere Unterkunft gebracht, medizinisch versorgt und ihnen Verhaltens- und Traumatherapien angeboten. Die Kinder werden über ihre Rechte aufgeklärt. Sie dürfen endlich wieder in die Schule gehen, bzw. erhalten eine berufliche Bildung, die Älteren erhalten Stipendien für den Besuch von Berufsschulen.
Die befreiten Kindern sollen nach Möglichkeit in ihre Familien zurückkehren. Diejenigen, die dies nicht können, weil sie dort nicht sicher sind oder weil sie nicht wissen, wo ihre Familien leben, bleiben in Heimen, bis sie die Schule abgeschlossen haben.
Hinsichtlich der Betreuung der Kinder arbeitet die IJM mit dem Department of Social Welfare zusammen, für das sie Sozialarbeiter im Umgang mit ehemaligen Kindersklaven trainiert.
2023 wurden 42 Menschen befreit, sechs Verdächtige mit Unterstützung der IJM verhaftet, 3 angeklagt und 14 verurteilt. 480 Betroffene befanden sich in der Nachsorge, 14 konnten nach abgeschlossener Rehabilitation in ein normales Leben entlassen werden. Ehemalige Betroffene organisieren sich auch in Gruppen des „Global Survivor Network“ GSN.
Gemeinde in Aktion für Freiheit für alle
Mehrere ghanaische Social-Media-Influencer wurden von IJM im Rahmen einer digitalen Advocacy-Kampagne geschult. Sie erreichten über 200.000 Menschen auf Facebook, Instagram und X und schärften das Bewusstsein für Menschenhandel und Ausbeutung speziell am Volta-See und über die Grenzen hinweg.
Die IJM bot bereits zum zweiten Mal ein neunmonatiges „Young Journalists Fellowship Program“ an, mit Schulungen zu investigativem Journalismus, Fakenüberprüfung, grenzüberschreitendem Handel etc. , Mentoring und der Gelegenheit, Netzwerke zu knüpfen.
Die Aktion Arme Welt
Stiftung unterstützt die
IJM seit 2020.
- Details
- Geschrieben von: admin
- Kategorie: Uncategorised
- Zugriffe: 218
- Details
- Geschrieben von: admin
- Kategorie: Uncategorised
- Zugriffe: 213
Schulprojekt in Jaghori, Afghanistan
Wie schon 2009/2010 unterstützen wir seit 2022 wieder ein Schulprojekt des Freundeskreises Afghanistan e.V. (FKA) in Jaghori, Afghanistan.
Weitere Informationen siehe die Homepage des Freundeskreis Afghanistan e.V.
- Details
- Geschrieben von: admin
- Kategorie: Uncategorised
- Zugriffe: 216
Integration von Menschen mit Behinderung in Bihar und Westbengalen (Darjeeling), Indien
Das Projekt „Integrated Living of Persons with Disabilities“ zielt auf die Förderung und Integration vor allem von Kindern mit geistigen und körperlichen Behinderungen. Standorte des Projekts sind 3 Dörfer (Notan, Raxaul und Sumbuck) in den indischen Bundesstaaten Bihar und Westbengalen (Darjeeling).
Die Notre Dame Sisters Society betreibt in dieser Region bereits Schulen und Stationen zur medizinischen Basisversorgung der Bevölkerung (Infektionen, Unfälle, Geburtshilfe etc.). Verantwortlich für das Projekt ist Mashal, ein organisatorisch eigenständiger Teil der Notre Dame Sisters Society. Das Projekt ist – wie alle Projekte der Society – multi-religiös.
In den betreffenden Dörfern, die sich in der Nähe zur nepalesischen Grenze befinden, gibt es eine erhöhte Zahl behinderter Kinder, was u.a. auf Drogenmissbrauch (die Drogen kommen ungehindert über die nepalesische Grenze) zurückgeführt wird. Behinderte Kinder, insbesondere behinderte Mädchen, werden unter den gegebenen religiösen und kulturellen Umständen in Indien häufig vernachlässigt und sterben oft früh.
Aus diesem Grund haben die Notre Dame Sisters ein Projekt zur Förderung und Integration behinderter Kinder gestartet. Wichtiger Bestandteil ist die Einbeziehung der Eltern. Die Kinder wohnen zu Hause, werden aber zur Schule, zur Therapie und zu Gemeinschaftsveranstaltungen an die jeweiligen Standorte gebracht.
Zu dem Programm gehören u.a. Physiotherapie, Training der Eltern für die häusliche Pflege der behinderten Kinder, Inklusionskampagnen in örtlichen Gemeinschaften und Schulen, medizinische, auch operative, Betreuung der behinderten Kinder, Mikrospar- und Kreditgruppen (Selbsthilfegruppen) für die Eltern sowie Unterstützung der Interessenvertretungen für behinderte Menschen in der Region. Beteiligt sind auch Ehrenamtliche aus den Dörfern und Selbsthilfegruppen.
Treffen mit den Kindern und ihren Eltern
Betreut werden insgesamt 500 Kinder und 1000 Eltern/Erziehungsberechtigte in den Dörfern Notal, Raxaul und Sumbuck.
Die Kinder werden durch regelmäßige Therapien zu Hause und in physiotherapeutischen Zentren gefördert und erhalten die notwendigen medizinischen Hilfsmittel. Die Eltern werden unterstützt bei der Antragstellung auf Anerkennung als Behinderte, damit sie auch staatliche Unterstützung bekommen. Sie werden außerdem medizinisch behandelt und, soweit zur Verbesserung ihres Zustands oder Vorbeugung sinnvoll, operiert.
Gymnastik mit Musik
Eltern, bzw. Erziehungsberechtigte werden informiert, welche therapeutischen und aktivierenden Maßnahmen sie zu Hause für ihre Kinder durchführen können und was sie für deren Integration tun können.
Für Schulleiter, Lehrer und auch Mitschüler privater Schulen gibt es Informationsgespräche und Veranstaltungen, wie sie Kinder mit Behinderungen in den Unterricht und sozial integrieren können.
Hilfsschwestern und Hebammen werden über Früherkennung von Behinderungen informiert, frisch verheiratete Paare und Schwangere, wie sie eine Behinderung ihres Kindes vermeiden können.
Das Projekt wird seit 2023 gefördert, 2024 auch mit Geld der Petersburg-Stiftung.